125 Jahre MGV Wahrenholz

auf dem Saal im Landgasthaus Schönecke, Wahrenholz

Aktuelles

  • Klangvolles Konzert im historischen Schafstall in Betzhorn

    Mehr als 200 Besucher von zwei Männerchören beim Heidesingen begeistert

    Betzhorn – Einen klangvollen Nachmittag erlebten mehr als 200 Besucher beim Heidesingen des Männergesangvereins (MGV) Wahrenholz-Vorhop am Sonntagnachmittag am und im historischen Schafstall im Heiligen Hain. Mit dabei war der 26 Sänger starke MGV Jahrstedt aus der benachbarten Altmark.
    Der Gastchor wurde mit einem großen Planwagen auf dem Parkplatz am Heiligen Hain abgeholt, er sang sich dabei schon mit einem Heimatlied für seine Auftritte munter ein. Der MGV-Vorsitzende Olaf Balke begrüßte die Sänger aus der Altmark, bevor das Heidesingen gegen 15 Uhr begann.

    Mit dem Lied „Märkische Heide, märkischer Sand“ eröffnete der MGV Wahrenholz-Vorhop den Strauß bunter Melodien klangschön und mitreißend unter der Leitung von Rüdiger Vopel. Die Sitzplätze im Schafstall reichten nicht aus, sodass viele Besucher draußen stehen mussten. Anschließend folgten die Gastsänger aus Jahrstedt. Der Vorsitzende Daniel Jahn dankte den Wahrenholz-Vorhoper-Sängern für die Einladung, der sie gerne gefolgt seien. Unter der Leitung ihrer Chorleiterin Cindy Hasenbalg-Giggel stimmten die Altmärker Sangesfreunde stimmgewaltig das Lied „Aus der Traube in die Tonne“ an. Ferner folgten der Hoch- und Deutschmeister-Regimentsmarsch sowie das Stimmungslied „Herr Wirt, wo ist mein Hut“, das die Stimmung unter dem Publikum anheizte.

    Die Sänger aus Wahrenholz-Vorhop legten stimmgewaltig nach. Teilweise wurden sie von Piano, Gitarre und Akkordeon begleitet und brachten die Lieder „Morgen muss ich wandern“, „Singe mein Herz“ sowie die beiden Lönslieder „Rosmarienheide“ und „Auf der Lüneburger Heide“ zu Gehör. Nach einer kurzen Pause stimmten sie mit der Volksweise „Schweizer Madel“ erneut in den großen Strauß der bunten Melodien ein.

    Zwischendurch verliehen Balke und Vopel dem Sangesbruder Wilhelm Schulze aus Vorhop die goldene Stimmgabel für seine besonderen Verdienste um das Chorsingen und den Zusammenhalt der beiden Sängerfreundschaften – die höchste Auszeichnung des MGV Wahrenholz-Vorhop.

    Die Altmärker boten in der Fortsetzung des Heidesingens das Lied „Das Morgenrot“, den Frühlingsmarsch „Vorwärts mit Sing und Sang“ sowie das Drömlingslied auf. Stilvoll und sehr einfühlsam boten die Wahrenholz-Vorhoper zum Abschluss das Lied „So lang die Sterne glühn“ von den Cyprys und das Stück „Wahrenholz – aus gutem Holz gemacht“ dar, das von Melanie Evers getextet und von Rüdiger Vopel klangschön vertont wurde. Es war eine Premiere der besonderen Art, wofür es stürmischen Beifall gab. Abuch das wunderbare Lied „Das Ave Maria der Berge“ durfte an diesem Nachmittag nicht fehlen.

    Das große Finale beider Männerchöre sorgte mit den Liedern „Wo die Fuhren rauschen“ und „Nun ade, du mein lieb‘ Heimatland“ noch einmal für eine ausgelassene Stimmung unter den rund 60 Sängern und den vielen Besuchern. Es beendete das diesjährige Heidesingen.

    Vorsitzender Balke erinnerte zum Abschluss noch einmal an das Festwochenende des MGV Wahrenholz-Vorhop, das vom 18. bis 20. September im Saal des Gasthofs Schönecke stattfindet. Dieses beginnt am Freitagabend mit dem 70. Ring- und Freundschaftssingen, geht am Samstag mit dem Kommersabend weiter und klingt am Sonntagvormittag mit einem Frühstücksbüfett aus. „Die Veranstaltungen sind öffentlich“, sagte Balke. Karten für das Frühstücksbüfett gibt es im Vorverkauf im Laden „L&B Herzensprojekt“ an der Betzhorner Straße 12 in Wahrenholz.

    Artikel von Hans-Jürgen Ollech im Isenhagener Kreisblatt vom Donnerstag, 27. August. © Foto: Hans-Jürgen Ollech

Unsere nächste Veranstaltung

Wer sind wir?

Wer sind wir?

Zurzeit sind wir knapp 40 aktive Sänger, die sich auf zwei Tenor- und zwei Bass-Stimmen aufteilen. Und hier stellen wir uns vor.

Musikalische Reise durch die Zeit

Aus der Geschichte des MGV

In fast 125 Jahren haben wir natürlich schon viel erlebt. In dieser Rubrik könnt ihr von unserem Archivar erfahren, was so alles beim MGV passiert ist.

  • Gründung des MGV im Jahre 1901

    Gründung des MGV im Jahre 1901

    Lang ist’s her, aber dennoch gibt es in der Vereinschronik noch ein paar Erinnerungen an dieses Ereignis:

    Mehr als fünfzig Jahre sind darüber hingegangen, als unser heutiger Männergesangverein hier in Wahrenholz gegründet wurde. Gesungen wurde lange vordem, ein gemischter Chor, unter Lehrer Ölschläger, und später Hösermann. Leider sind hiervon keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. Viele treue Mitglieder weilen heute nicht mehr unter uns. Sie deckt der grüne Rasen. Ihrer wollen wir stets in Ehre und Liebe gedenken und geloben, ihr Werk weiter zu pflegen und an unsere Jugend zu übertragen. So werden es kommende Geschlechter übernehmen.

    Es war Herbst 1901, als einige Männer den Entschluss fassten, einen neuen Chor zu gründen. Sie ließen durch den alten Nachtwächter Meier ausrufen, dass alle Männer, die gewillt wären mitzusingen, sich am folgenden Abend in der Gastwirtschaft Matthies einfinden sollten. Dieser Aufruf hatte vollen Erfolg, es erschienen ungefähr sechzig Mann. Ein Zeichen großer Sangesfreudigkeit. So wurde an dem Abend dann unser heutiger Männergesangverein gegründet. Als Übungsabend wurde der Donnerstagabend festgesetzt. Die Dirigentschaft übernahm der Lehrer Ernst Giesecke, der zu damaliger Zeit in Westerholz unterrichtete. Erster Vorstand wurde Heinrich Meier, Schneidermeister an der Kirche. Heinrich Sölter, Barbier, wurde Kassierer, beide ohne Stellvertreter.

    Der erste Übungsabend war gekommen. Es gab große Mühe, diese vielen Sänger erstmal einzugliedern. Als erstes wurde mit dem Liede „Eintracht und Liebe“ begonnen, welches mit Geige bzw. mit dem alten Matthiesschen Tafelklavier eingeübt wurde. Am ersten Gesangsabend wurde nicht viel erreicht. Als es dann aber am zweiten und dritten Abend noch nicht ging, verlor der Dirigent die Geduld, denn es waren doch wohl nicht alle Sänger mit musikalischem Gehör, die sich gemeldet hatten. Der Chorleiter machte nun den Vorschlag, denjenigen, die sich nicht sicher glaubten, doch lieber passiv einzutreten. Erfolg war: am vierten Übungsabend erschienen noch zwanzig Mann, das war nun der Stamm, und so mithin die Gründer des Vereins. Jeder Sänger wurde nun nach vorangegangener Prüfung in die richtige Stimme eingestuft. Das Singen klappte, auch das Lied „Eintracht und Liebe“.

Wir suchen dich!

Wir suchen dich!

Singen kann jeder. Und weil uns das soviel Spaß macht, treffen wir uns jede Woche am Freitagabend um 19:30 Uhr zur Chorprobe im Landgasthaus Schönecke. Komm doch einfach vorbei! Egal ob aktiv als Sänger oder passiv als Fördermitglied, für deine Unterstützung findest du hier die Eintrittserklärung, die du uns ausgedruckt oder per E-Mail zusenden kannst.