Neun Chöre beim 70. Ring- und Freundschaftssingen
Wahrenholz – Ganz im Zeichen des Mottos „Singen verbindet Generationen“ feierte der Männergesangverein (MGV) Wahrenholz am Wochenende sein 125-jähriges Bestehen. Gestartet wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten am Freitagabend mit dem 70. Ring- und Freundschaftssingen der Sängergruppe Wahrenholz im vollbesetzten Saal des Landgasthofes Schönecke.
Der Vorsitzende Olaf Balke begrüßte neben seinem starken Jubiläumschor den Chor der DRK-Kita Wahrenholz, den Chor 2012 Wesendorf, den Kirchenchor Wahrenholz, die Liedertafel Wesendorf, den Kiebitzchor Schönewörde, den Chor Neue Melodie Wesendorf, den befreundeten Gastchor MGV Angern aus Sachsen-Anhalt und den Gesangverein Darrigsdorf-Glüsingen. Unter den vielen Gästen war auch der Ehren-Chorleiter des MGV Wahrenholz, Ulrich Rotermund mit seiner Frau Waltraud. Mit dem Lied „Das Morgenrot“ von K. Hoffmann stimmten die Jubilare unter ihrem Chorleiter Rüdiger Vopel stimmgewaltig in das Konzert der Chöre ein. Etwas aufgeregt und dennoch traumhaft schön schloss sich der Chor der DRK-Kita unter dem Dirigat ihrer Leiterin Marion Weseloh an. Im Wechsel traten die genannten Chöre auf und boten einen bunten Reigen schönster Melodien. Mit einem großen Finale samt dem absoluten Reißer „Vierspännig mit weißen Pferden“ beendete der Jubiläumschor mit seinem Gastverein aus Angern und einer kleinen Orchesterbegleitung das Ring- und Freundschaftssingen, wofür es noch einmal stehende Ovationen gab.
Die Vorsitzenden der Chöre gratulierten den Gastgebern und überreichten ihnen Knisterumschläge. Balke dankte den Kindern für ihren schönen Auftritt und allen beteiligten Chören. Sehr würdevoll verlief auch am Samstagabend der Kommers im Saal des Gasthofes Schönecke. Dazu fanden sich erneut viele geladene Gäste aus den Ortsvereinen, Nachbarvereinen sowie aus Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Vorsitzender Balke begrüßte die große Schar der Gäste. Der Jubiläumschor eröffnete den mitreißenden Abend mit viel Geschichte, tollen Gesangsbeiträgen und viel Humor.
Den Traditionen treu geblieben
Das Chörchen „Iseboys“ stellte sich mit seinen vier Stimmen vor, es sorgte damit für tosenden Beifall. Die Sangesbrüder Horst Germer und Karl-Heinz Scheel berichteten in zwei Abschnitten aus der Chronik. Sie ließen dabei so manche Anekdote Revue passieren, die zur Freude aller Gäste beitrug. Die Berichterstatter wiesen auch auf die schwierigen Jahre des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie auf die Nazizeit hin. Das Chorwesen blühte erst ab dem Jahr 1949 nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland so richtig auf.
Der MGV Wahrenholz ist bis heute seinen Traditionen treu geblieben. Neben den vielen Liedern, die der MGV vortrug, sorgte auch der Musikzug der Feuerwehr Betzhorn für stimmungsvolle Musik, um die Gäste zu unterhalten. Auch das zweite Chörchen innerhalb des großen Männerchores, die „L 286“, brachte mit seinem humorvollen Beitrag die Gäste zum Lachen und Klatschen. Die Sänger beendeten den Kommersabend mit Liedern wie „Was bleibt, ist unser Lied“ über „Tage wie diese“ bis hin zum „Böhmischen Traum“ und „Vierspännig mit weißen Pferden“. Sie rundeten damit das Programm ab.
Am Sonntag schlossen die Sänger ihr 125-jähriges Jubiläum mit rund 120 Gästen, der Wiesentaler Blaskapelle aus Steimke und einem warmen Büfett ab. Vorsitzender Balke dankte noch einmal allen Gästen für ihr Kommen, den Sponsoren für ihre großzügigen Spenden und den Wirtsleuten Ulli und Annette Schönecke mit ihrem Team für die „tolle Bewirtung“ an den drei Tagen der Feierlichkeiten.
Artikel von Hans-Jürgen Ollech im Isenhagener Kreisblatt vom Montag, 21. September. © Foto: Hans-Jürgen Ollech
